BerlinWebWeek: UXcamp09 Usability Camp Berlin 2009

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Die BerlinWebWeek Spring Edition 2009 hat begonnen – wieder ein sonniges barcamp in Berlin. Gestern und heute fand das Berliner Usability User Experience Camp statt, im Erwin Schroedinger – Zentrum (ja, der mit der Katze) in Berlin Adlershof. Es war gut, die Vorstellungsrunde auch bei gefühlten 200 Leuten durchzuführen, so konnte ich als Zuspätkommender auch ein Gefühl dafür entwickeln, wer da war.

Vorstellungsrunde uxcamp09

Das Programm war wie immer auf barcamps divers, auch für mich als bloßer UXTester (=User) war etwas dabei. organisiert war es auch sehr gut, ich werde 2010 wieder kommen. Endlich konnte ich mal mehr über Poken erfahren, was ich sonst immer nur als #Poken im Twitterstream wahrgenommen habe. Hannes Trapp aus Karlsruhe hat eine Einführungsgrunde gegeben und das Schweizer Projekt vorgestellt (der Gründer, ein gebürtiger Kanadier, arbeitet jetzt von San Francisco aus). Eine Prognose zu geben ist schwer, sollte es Poken gelingen mit Social Networks zu kooperieren, das Gerät bei Konferenzen zu etablieren und das Tamagotchi Design durch andere (v.a. Business tauglichere) zu ersetzen, kann ich mir vorstellen, dass es wirtschaftlich erfolgreich wird. Allerdings ist das Fenster nicht zu groß, viele andere stoßen in ähnliche Bereiche vor. Laut eigenen Angaben produziert man monatlich bis zu 60.000 Stück. Das Gerät ist im Prinzip ein USB Stick mit einer Knopfzelle, die etwa ein Jahr halten soll und ein paar LEDs. Man überträgt eine ID zum Partnergerät, wenn man die Geräte direkt aufeinanderhält.

Poken im Einsatz

Poken im Einsatz

Wenn man dann mit dem Poken online geht, wird diese übertragen und man kann auf seiner Seite die Details des anderen sehen bzw. seine freischalten etc. und das über viele Netzwerke. Aber ausführlicher beschrieben findet Ihr das bei missionpoken.de. Der große Nachteil ist einfach, man kann nur jemanden poken, der ein Poken hat. Als Zusatzfeature von Linkedin oder XING könnte ich es mir vorstellen. So eher nicht in der Breite. Aber nach der Session haben gefühlte 20% der Teilnehmer einen Poken für 15 EUR gekauft, also ist da ein Markt und ich werde dann im Sommer eins nachkaufen und eines besseren belehrt sein…
Auch um meine persönlichen Kaufeintscheidungen für ein Handy etwas zu fundieren bin ich in die Session von Marcus Kucborski gegangen, der eine Einführung in das mobile Internet gegeben hat, also eine Einführung für Leute, die durchaus Datenflatrates für ihr mobiles Endgerät haben. Der Hörsaal (und am Sonntag bei der OpenAir Version mehrere Bierbänke) war vollbesetzt, natürlich war das iPhone omnipräsent, was aber zu erwarten war. Interessant fand ich seinen Überblick über die Appstores und den Ausblick darauf: er erwartet eine ähnliche Entwicklung wie im Computerbereich, da das entwickeln nativer Applikationen zeitraubend ist und einzelne Anwendungen im Meer ihrer Wettbewerber im Store untergehen, wird wohl auch im mobilen Bereich der Screen bald durch die Browsernutzung dominiert werden.  Ich halte das für plausibel, obwohl ich im Moment eher darauf schaue, wie die Google Phones und der Android Market mit dem iPhone Appstore mithalten, irgendwann muß ich mich entscheiden… Insgesamt war der sonnige Tag lohnenswert, für die lange Fahrt nach Adlershof wurde man durch die schöne Umgebung und die Möglichkeit draußen zu sitzen, entschädigt.
Erwin Schroedinger-Zentrum Berlin

Insgesamt kann ich einen Besuch im sommerlichen Adlershof nur empfehlen, „Die lange Nacht der Wissenschaften“ am 13.6.2009 wäre ein guter Anlaß, die Architektur lohnt eine Stippvisite sowieso.

Trudelturm Adlershof

Kategorie: Allgemein 2 Kommentare »

2 Reaktionen zu “BerlinWebWeek: UXcamp09 Usability Camp Berlin 2009”

  1. Henning Grote

    Nein nein nein nein nein, es war kein Usability Camp sondern ein User eXperience Camp (=UXcamp). Usability greift zu kurz, wenn man den gesamten Komplex der Interaktion zwischen Nutzer und Produkt betrachten will. Neben den Aspekten Zugänglichkeit, Effizienz und Effektivität, die im Zentrum der Usability stehen, gehts ja auch darum, dass Produkte den Nutzer herausfordern, erfreuen und involvieren wollen – eben um die ganze Erfahrung rund ums Produkt.

    Trotzdem Danke für den schönen Artikel, wie du sicher schon mitbekommen haben, planen wir bereits eine Fortsetzung im nächsten Jahr.

  2. Alexander Kölpin

    Okay, stimmt: „Das UXcamp Berlin ’09 war ein Barcamp (Themencamp) für User Experience mit den Schwerpunkten:
    Information Architecture, Interaction Design, Usability Engineering, Visual Design, Prototype Engineering.“
    Mein Fehler! Aber es hat Spaß gemacht! Vielen Dank für die gute Organisation und bis zum #uxcb10!


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